Jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum des 19. und 20. Jahrhunderts

RHN 86/2026 | Event

Organisers: Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft), Günter Kronenbitter (Europäische Ethnologie / Volkskunde, Neuere und neueste Geschichte), Christoph Lang (Bezirksheimatpfleger Schwaben), Jana Osterkamp (Verflechtungsgeschichte Deutschlands mit dem östlichen Europa), Klaus Wolf (Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern)

20 – 22 November 2026, Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum Kloster Irsee, Irsee, Germany


Jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum des 19. und 20. Jahrhunderts. Vergleichende Perspektiven auf jüdisches Leben in Bayern, Böhmen und der Bukowina


Öffentliche Tagung mit Abendprogramm im Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum Kloster Irsee vom 20.-22. November 2026

veranstaltet durch:
Prof. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft),
Prof. Günter Kronenbitter (Europäische Ethnologie / Volkskunde, Neuere und neueste Geschichte),
Christoph Lang (Bezirksheimatpfleger Schwaben),
Prof. Jana Osterkamp (Verflechtungsgeschichte Deutschlands mit dem östlichen Europa)
Prof. Klaus Wolf (Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern)

 

Programm

Freitag, 20.11.2026

13.30 Uhr Begrüßung & Grußworte
Grußwort (Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D., Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe)

Panel I: Judentum jenseits der Metropolen – eine Einführung
13.50 Uhr Einführung
14.00 Uhr Jüdische Sepulkralkultur in Bayern im 19. und frühen 20. Jahrhundert im Vergleich mit der Böhmens und der Bukowina (Reinhild Beer)
14.20 Uhr Gebrochene Erinnerung? Das dokumentarische Wirken Hugo Golds (1895–1974) im Spannungsfeld von Urbanisierung und Verfolgung (Martina Niedhammer)
14.40 Uhr Diskussion

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr Böse Pächter oder brave Pioniere? Zu Widersprüchen des aufgeklärten Absolutismus bei Reformversuchen des Bukowiner Landjudentums (Andreas Pfützner)
15.50 Uhr Das schwäbische Landjudentum und der Zionismus: Eine regionale Bestandsaufnahme (Philip Weidner)
16.10 Uhr Diskussion

18.00 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Öffentliche Abendveranstaltung (Sarah Sosinksi und Monika Mendat)
„Vertraut und fremd und immer doch noch ich"
Jüdische Stimmen der Moderne zwischen Nähe und Entfremdung (Einführung und Lesung)

Samstag, 21.11.2026

Panel II: „Ghettoliteratur" als Erinnerungsort des Landjudentums im langen 19. Jh.
9.00 Uhr Einführung
9.10 Uhr Zwischen Dorf und Ghetto: Leopold Kompert, Vojtěch Rakous und die ländlichen Ghettogeschichten der böhmischen Länder (Václav Petrbok)
9.30 Uhr Das ländliche jüdische Leben in der mittelböhmischen Elbregion in der Prosa von Adalbert Oesterreicher/Vojtěch Rakous (Petr Kučera)
9.50 Uhr Der Wunderrabbi von Sadagura als transitive Figur der deutschsprachigen Literatur (Petro Rychlo)
10.10 Uhr Diskussion
10.50 Uhr Kaffeepause
11.10 Uhr Peripherie und Sichtbarkeit: Die jüdische Landbevölkerung der Bukowina im Spiegel der deutschsprachigen jüdischen Presse (Olha Kravchuk)
11.30 Uhr Zwei Familiengeschichten bayerischer Landjuden: Löb (Levi) Strauß, Elisabeth Block (Helga von Löwenich)
11.50 Uhr Diskussion

12.30 Uhr Mittagessen

Panel III: Jüdische Migration und jüdisches Kulturerbe im 20. und 21. Jahrhundert
14.00 Uhr Einführung
14.10 Uhr Smart Map of Jewish History (Johann Kirchknopf)
14.30 Uhr Landjudentum im Karlsbader Kreis (Lukáš Svoboda)
14.50 Uhr Diskussion

15.10 Uhr Kaffeepause

15.40 Uhr Heritage and/or memory practices of the Jewish rural communities in Southern Bukovina in the 20th century (Felicia Waldman)
16.00 Uhr 4th Generation Voices: The Endurance of Bukowina Jewish Identity across Dictatorships (Lily Weintraub-Pauker)
16.20 Uhr Diskussion
16.45 Uhr Letzter Sommer im Dorf. Zum Roman „Meine Eltern“ von Aharon Appelfeld (Andrei Corbea-Hoişie)

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Öffentliche Abendveranstaltung
Film und Diskussion: „Zugewandert, erfolgreich, verfolgt: Jüdische Unternehmerfamilien in schwäbischen Städten“ (Marita Krauss)

Sonntag, 22.11.2026

Panel IV: „Ghettoliteratur" als Erinnerungsort des Landjudentums im langen 19. Jh.

9.00 Uhr Einführung
9.10 Uhr Jüdische Topoi in der Bukowina im Panorama-Roman von Maria Matios "Bukowa semlja" (Buchenland) (Oxana Matiychuk)
9.30 Uhr Von der ländlichen Anerkennung in Bukowina bis zum jüdischen Kulturerbe: Selmas Meerbaum-Eisinger Nachlass (Viktoria Soloschenko)
9.50 Uhr Diskussion

10.20 Uhr Kaffeepause

10.50 Uhr „Ländliche jüdische Lebenswelten zwischen Tradition und Moderne. Jiří Mordechai Langer (Belz) und Eliezer Steinbarg (Czernowitz)“ (Alexander Wöll)
11.10 Uhr Edgar Hilsenrath: Jossel Wassermanns Heimkehr (1993) (Ion Lihaciu)

11.30 Uhr Diskussion

12.00 Uhr Mittagessen und Abreise

 

 

Source: H-Soz-Kult